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Wandschimmel & feuchte Wände

Was tun bei Wandschimmel und wie man feuchte Wände verhindert

Natürlich verstehen wir die Klagen einiger Mieter: Die Wände seien feucht, im Schlafzimmer, in der Küche oder im Bad. Das ist unangenehm und wir nehmen solche Reklamationen ernst, denn dieser Zustand muß unverzüglich beseitigt werden.

Zunächst müssen jedoch die Ursachen dafür geklärt werden: Vielleicht kommt die Feuchtigkeit von außen. Viele Mieter vermuten dies. Wenn das der Fall ist, liegt ein Fehler in der Baukonstruktion vor und wir werden in diesem Fall die Baufachleute beauftragen, den Mangel zu beseitigen.

Allerdings ist ein Fehler in der Baukonstruktion in den wenigsten Fällen die Ursache der feuchten Wände. Weitaus häufiger kommt die Feuchtigkeit von den Innenräumen. Ob dies der Fall ist, kann mit einer einfachen Methode festgestellt werden:

Die Bohrmehlprobe:

Man bohrt die Wand mit einem dünnen Steinbohrer an und prüft den herausfallenden Staub: Stellt man fest, dass der Staub in der Wand trocken wird, je weiter der Bohrer vordringt, dann kommt die Feuchtigkeit aus der Wohnung.

Es kann sogar vorkommen, dass an solchen feuchten Wänden Stockflecken und Schimmelbildung entstehen, welche oftmals erst entdeckt werden, wenn der Schrank von der Wand einmal abgerückt wird.

Wie aber konnte das passieren?

Im Folgenden wollen wir erklären, wie die Feuchtigkeit in die Wand kommt.

Unsere Luft enthält immer Wasser in Form von unsichtbarem Wasserdampf. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Je höher die Raumtemperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen, der Wasseranteil in der Luft steigert sich bis auf eine Höchstmenge, ist diese erreicht kann keine weitere Feuchtigkeit mehr aufgenommen werden. Man spricht in diesem Fall von "gesättigter" Luft, die Wetterfrösche bezeichnen diesen Zustand als relative Luftfeuchtigkeit von 100 %.

Nehmen wir ein Beispiel:
Ein Schlafzimmer hat 15 qm und ist 2,50 m hoch, in diesen Raum passen rund 38 cbm Luft hinein. Hat die Luft eine Temperatur von 23 Grad, dann schwebt im Raum (bei 100% Luftfeuchtigkeit) fast ein ganzer Liter Wasser. Gerät nun solche "wassergeladene Luft" z.B. im Winter an eine eiskalte Fensterscheibe, dann kühlt sich die Luft ab und kann somit auch nicht mehr soviel Wasser tragen. Das überschüssige Wasser setzt sich sodann am Fenster ab. Es "kondensiert", dieser Zustand lässt sich an beschlagenen Scheiben oder Eisblumen am Fenster erkennen. Der gleiche Ablauf kann an einer kalten Wand geschehen, die Folge sind feuchte Kacheln, feuchte Tapeten oder Putzwände oder tropfenförmiger Niederschlag auf der Ölfarbe. Es gibt viele Menschen, die gern in einem kalten Schlafzimmer schlafen. Dann sind in der Regel auch die Wände in solchen Zimmern ausgekühlt. Sie können es mit der Hand fühlen. Es ist nicht zu verhindern, dass aus den übrigen geheizten Räumen der Wohnung warme Luft ins kühle Schlafzimmer dringt. Wenn also diese warme Luft auf die kühlte Luft trifft, schlägt sich die Feuchtigkeit auf den Wänden des Schlafzimmers nieder.
Noch etwas sollte man bedenken: Jeder Mensch verdunstet während er schläft eine Menge Feuchtigkeit, welche die relative Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer während der Nacht noch weiter erhöht. Pro Nacht und Person sind das bis zu 1 Liter, also pro Ehepaar 2 Liter jede Nacht - in einem Monat ist das fast eine ganze Badewanne voll Wasser!

Was können Sie tun, um feuchte Wände zu trocknen?

In der warmen Jahreszeit nimmt die Luft in der Regel viel Feuchtigkeit auf, weil sie nicht "wasserdampfgesättigt" ist. Es ist deshalb im Sommer einfacher, feuchte Wände wieder trocken zu bekommen.

LÜFTEN Sie die Räume mit den feuchten Wänden noch mehr als bisher.

RÜCKEN SIE DIE MÖBEL VON DER WAND AB (ca.10-20 cm), damit der Luftzug auch an der Wand vorbeistreichen kann.

ÖFFNEN SIE DIE FENSTER WEIT, damit Zugluft entsteht. In 5-10 Minuten ist dann die feuchte Luft im Raum durch die gekühlte, trockene Luft von draußen ersetzt. Danach die Fenster wieder schließen.

HEIZEN Sie jetzt die kühle Luft im Zimmer auf, indem sie die Heizung anstellen. Durch die erhöhte Temperatur saugt die Luft die Feuchtigkeit aus den Wänden.

Nach 3-4 Stunden hat sich die Luft mit Wasserdampf vollgesogen. ÖFFNEN Sie jetzt wieder die Fenster damit ein DURCHZUG entsteht, und die "vollgesogene" Luft wieder mit frischer Luft von draußen ausgetauscht werden kann.

Was können Sie tun, um feuchte Wände zu vermeiden?

Die Zauberwörter heißen: HEIZEN und LÜFTEN

Die Räume, die sich an der Nordseite Ihrer Wohnung befinden, kühlen im Winter besonders stark aus. Achten Sie darauf, dass diese Räume etwas stärker beheizt werden müssen, als die südlich gelegenen Zimmer. Sorgen Sie im Allgemeinen dafür, dass sich die Temperatur in den verschiedenen Räumen so wenig wie möglich voneinander unterscheidet.

Wenn Sie nachts bei geöffnetem Fenster schlafen, dann schließen Sie Ihre Schlafzimmertür und schalten die Heizkörper der angrenzenden Räume auf die geringste, aber noch angenehme Stufe.

Morgens empfiehlt es sich, alle Räume ca. 20 Minuten bei weit geöffnetem Fenster durchzulüften und nach dem Schließen die Zimmer gleichmäßig bei mittlerer Temperatur aufzuwärmen.

Falls Sie trotz Einhaltung dieser Maßnahmen dennoch eine feuchte Stelle an der Wand oder sogar Schimmelbildung entdecken, melden Sie dies bitte unverzüglich, damit wir uns darum kümmern können um einen weiteren Schaden zu vermeiden.

Bitte halten Sie sich an diese Tipps, denn wir wollen, dass Sie sich in Ihrer Wohnung weiterhin wohl fühlen!

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