Zum Hauptinhalt springen

Kunst vor Ort

Kunst im Treppenhaus

Im Zuge der anstehenden Instandhaltungsmaßnahmen in den Treppenhäusern an der Schiller- und Niemeser Straße haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: 15 Treppenhäuser werden von regionalen Künstlerinnen und Künstlern des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Oberbayern Nord und Ingolstadt e.V. (BBK) kreativ und ansprechend gestaltet. Die Künstler beschäftigen sich ausführlich mit der Situation vor Ort, wollen mit den Mietern in Dialog treten und im besten Fall ein gemeinsames Kunstwerk vor Ort schaffen. Die ersten Treppenhäuser sind bereits farbenfroh und kreativ gestaltet:

Karin Roth

Schillerstraße 68

Dem Frühling entgegen

Das Treppenhaus wurde von der Künstlerin als Gesamtkonzept verändert. Die Farbkombination aus Gelb, Hellgrün und Türkis schafft einen fröhlichen Eindruck. Durch die Farben und Streifen wird die Räumlichkeit des Treppenhauses verändert und ein dreidimensionaler Effekt entsteht. Frau Roth möchte mit ihrer Treppenhausgestaltung auf eine andere Sichtweise aufmerksam machen und die Sehgewohnheiten verändern.

Blüten und Blätter

Die Künstlerin hat bei einer Begehung festgestellt, dass die Bewohner, einige Pflanzen im Treppenhaus aufgestellt haben. Dies hat sie dazu inspiriert, die Natur von draußen ins Haus zu holen. So entwickelte Frau Goldhardt das Konzept, großformatige abstrakte organische Formen malerisch umzusetzen. Der Blick in die Baumkronen, abstrakte Blüten, Wald oder Blattformen wurden von ihr mit Acrylfarben auf die Wände gemalt.

Hanni Goldhardt

Niemeser Straße 6

Werner Kapfer

Schillerstraße 58

Farbchromatik treppauf treppab

Der Künstler wählte warme und freundliche Farben. Diese werden nach oben heller, gefühlt leichter und sind so eine kleine Unterstützung beim Treppensteigen. Die Wandgestaltung kann wie ein Piktogramm gelesen werden und markiert so den Standort im Treppenhaus. Die Stirnwände sind in warmen Grautönen abgestuft. Sie reflektieren das Licht der gegenüberliegenden Fensterflächen und bilden einen Ruhepol im Kontrast zu den leuchtenden Farben. Neben den Fenstern wurden LED Lichtbände angebracht, welche als Akzentbeleuchtung (auch nach außen) wirken.

Der Generationenturm

Die Künstlerin wählte für die Neugestaltung Ihres Treppenhauses das Thema „ein Turm aus Menschen und Schachteln“. Frau Schuster bringt die Schachteln mit dem Thema Wohnen in Verbindung, da von uns ein Leben lang Dinge in Schachteln aufbewahrt, versteckt oder verstaut werden. Auch beim Umzug in eine neue Wohnung kommen sie zum Einsatz. Alt und Jung leben gemeinsam „unter einem Dach“. Das stellt der „Generationenturm“ dar. So spielt beispielsweise ein kleines Mädchen in der Schachtel und ein alter Mann sucht etwas darin.

Brigitte Schuster

Schillerstraße 70

Thomas Neumaier

Schillerstraße 56

kleines Treppenhausmuseum

Das Treppenhaus ist die Verbindung zwischen öffentlichem und privatem Raum. Der Künstler hat diesen Bereich zu einem kleinen persönlichen „Treppenhausmuseum“ für die Bewohner und Ihre Gäste verwandelt. Hier werden „Gegenstände der Erinnerung“ ausgestellt, welche regelmäßig von Herrn Neumaier ausgetauscht werden. Auch die Bewohner können gerne persönliche Gegenstände für die Ausstellung zur Verfügung stellen.

keramische Farbbänder

Der Künstler gestaltete das Treppenhaus mit eigenentwickelten Fliesen. Die Farben Blau Grün und Gelb in Ergänzung mit Messingteilen geben eine sommerliche, heitere Stimmung ab. Die Anbringung der Mosaike seitlich der Treppenhausfenster von Boden bis Decke betonen einerseits die Fenster, gleichzeitig leuchten die Farbbänder durch das eintreffende Morgenlicht. Die Farbbänder an der Stirnseite gehen als Bindeglied zum gegenüberliegenden Nachbarn von Wohnungstür zu Wohnungstür. Für viel Licht im Treppenhaus wurden die Wände weiß gestrichen und das Blau des Treppengeländers, der Heizkörper und der Türen steht in Verbindung zu den Mosaikbändern.  

Hans Dollinger

Niemeser Straße 13