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Artenschutz an Gebäuden - Tierische Untermieter bei der „Gemeinnützigen“

 01.06.2011

Seit der Mensch in Häusern lebt, leben Wildtiere mit ihm unter einem Dach. Einige von ihnen bleiben als heimliche Untermieter oft jahrelang unbemerkt; andere sind bekannte, auch gern gesehene Gäste, vom Menschen als Nützling geschätzt. Ob Spatz, Schwalbe, Mauersegler, Turmfalke, Dohle oder Fledermaus - alle diese Arten haben sich als „Kulturfolger“ an den Lebensraum Stadt angepasst. Hier finden sie ihre größte Verbreitung. Manche von ihnen sind sogar so stark spezialisiert, dass Gebäude für sie die einzige Möglichkeit darstellen, einen Nistplatz oder ein Quartier zu finden.

 

Doch das Zusammenleben mit dem Menschen bringt nicht nur Vorteile. Gerade durch die Abhängigkeit vom Menschen und seinen Bauten drohen diesen Vogel- und Fledermausarten auch Gefahren. Auf Veränderungen an den von ihnen genutzten Gebäuden können sie kaum reagieren. Bei Sanierung, Umbau oder Abbruch verlieren sie ihr Quartier, ihre Brut und nicht selten ihr Leben.

 

Neubauten mit fugenlosen Putz-, Glas- oder Metallfassaden bieten ihnen keine „Mitwohngelegenheiten“ mehr. Und ihr Lebensraum Stadt befindet sich im Umbruch – durch Verdichtung und Modernisierung sind ihre Nahrungshabitate gefährdet.
Langfristig führen diese Veränderungen zum Rückgang der Kulturfolgerarten und zu gravierenden Bestandseinbrüchen. Ein Beispiel dafür ist das Verschwinden der Haussperlinge in den europäischen Großstädten – ein Beispiel, das besonders schmerzt, denn gerade von diesem „Allerweltsvogel“ hätte vor 20 Jahren wohl noch niemand gedacht, dass er einmal zur Seltenheit in unseren Städten werden würde.

 

Um den Rückgang aufzuhalten, muss jetzt gehandelt werden. Gebäudebrüter und Fledermäuse brauchen mehr denn je den Schutz des Menschen zum Überleben. Jeder Einzelne – ob Einfamilienhausbesitzer oder Wohnungsbauträger, Naturfreund, Behördenvertreter, Bauhandwerker oder Architekt – kann dazu einen Beitrag leisten. Langfristig bleibt so ein Stück Lebensqualität für uns Städter erhalten. Denn auch in Zukunft sollen noch Mauersegler durch unsere Straßen fliegen, der Turmfalke über der Stadt seine Kreise ziehen und Spatzen von den Dächern pfeifen. (Textquelle: Landesbund für Vogelschutz München)

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt schafft Wohnquartiere für Mauersegler 

Der Mauersegler ist ein Vogel, der außerhalb der Brutzeit sein ganzes Leben in der Luft verbringt. Ob auf dem Zug nach Afrika, beim Aufenthalt im Winterquartier, auf Nahrungssuche und selbst im Schlaf - die langen, sichelförmigen Flügel und der aerodynamische Körperbau erlauben es den Insektenjägern, so gut wie ausschließlich in der Luft zu leben.

Einige Schüler der Volkschule Oberhaunstadt haben Nisthilfen für Mauersegler gebastelt und Mitarbeiter der Gemeinnützigen haben die „Mauersegel-Brutkästen“ am Minucciweg montiert.